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Fritz
Winter, 1905 bei Unna geboren, zählt zu den bedeutendsten ungegenständlichen
Künstlern in Deutschland. Angeregt durch seine Studien- und Assistenzzeit am
Bauhaus bei Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee findet er früh zu
seiner originären Position von Abstraktion, die er auch während seines Mal- und
Ausstellungsverbotes in den Jahren des nationalsozialistischen Regimes in
zurückgezogener Arbeit fortführt. Gemäß seiner Devise: „Was ich nicht in der
Welt ordnen kann, kann ich stellvertretend auf der Leinwand ordnen und damit
einen Beitrag leisten“, komponiert Winter expressive Farbformen, die unmittelbar
und kraft ihrer ungezwungenen Energie den eigenen Schöpfungszustand
versinnbildlichen. Sie sind weniger Ausdruck einer bewegten, gestischen
Bildsprache, als vielmehr einer klaren, bedächtigen Kompositionsweise. Häufig
verwendet er dunkle, schwere Farbtöne, über die er ein helles Netzwerk von
balkenartigen Formen legt, um die Dunkelheit wieder zu durchbrechen. In seinen
Werken schwingt stets ein poetisch-meditativer Grundton mit, der Winter zu einem
Hauptvertreter der lyrischen Abstraktion nach 1945 werden lässt.
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