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Emil
Wachter, Jahrgang 1921, hält sich wiederholt zum Malen am Bodensee auf. In
zahlreichen Aquarellen, Zeichnungen und Lithographien portraitiert er die
reizvollen Landschaftsformen der Region, im vorliegende Blatt ein ruhiges, fast
träumerisches Seestück. Mit äußerst sparsamen Mitteln erschafft Wachter eine
meditativ gestimmte Atmosphäre der Ruhe und Stille, lässt Wasser und Wolken
verschmelzen und deutet mit wenigen Pinselzügen Boote an, die dem Bildraum Tiefe
und Transzendenz verleihen. Von großer Könnerschaft zeugt auch das Einbeziehen
unbearbeiteter Weiß-Stellen in die Komposition, die dem Werk Transparenz und
Leichtigkeit verleihen. Die reduzierte Bildsprache erinnert an fernöstliche
Graphik, mit der sich Wachter intensiv auseinandergesetzt hat.
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