|
Anton
Stankowski, 1906 in Gelsenkirchen geboren, zählt zu den deutschen Pionieren des
Konstruktivismus und der konkreten Kunst. Nach Lehr- und Gesellenjahren als
Kirchenmaler und dem Studium an der Folkwangschule in Essen, widmet er sich
während seiner Tätigkeit als freischaffender Graphiker in Zürich lebend der
Weiterentwicklung konkret-konstruktiver Ausdrucksmöglichkeiten. Er lehnt eine
grundlegende Unterscheidung zwischen angewandter und freier Kunst ab. Mit dem
1960 erstmals verwendeten Schrägelement, das mit senkrecht oder waagrecht
angeschnittenen Enden seinen Einsatz auch in der modernen Werbegraphik findet,
legt er den Grundstein für sein bis heute gültiges Gestaltungsprinzip. Der
Komposition „Geviertelt“ liegt ein komplexes System aus exakt aufeinander
abgestimmten Farb- und Formverhältnissen zu Grunde. Bestimmender Eindruck sind
die diagonal gestaffelte Bänder mit ihren harten Farbwechseln, die nicht nur
diagonal, sondern auch horizontal verlaufen. Diese präzise durchgehaltenen
Farbreihungen mit optischem Umkehrprozess machen aus der gesamten Komposition
eine Art Vexierbild, in dem das Auge des Betrachters je nach Konzentration
ständig neue Bezüge herstellen kann.
|
|
|
|
 |
 |
|
 |