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Giuseppe
Santomaso, 1907 in Venedig geboren, orientiert sich in seinen frühen Arbeiten an
den formalen Bestrebungen französischer Künstler wie Henri Matisse, Georges
Braque oder Fernand Léger. Während der 50er Jahre erfolgt die Perzeption des
Informel. In der Folge gelangt Santomaso zu abstrakten Bildfindungen, wobei
Farbe, Form, Linie und Raum autonome Berichtfunktion erhalten. Im vorliegenden
Werk findet der italienische Maler Mimmo Paladino, Jahrgang 1948, Erwähnung, der
als Vertreter der stilistischen Spielart „arte cifra“ (chiffrenhafte Kunst) in
die neuere Kunstgeschichte Italiens eingegangen ist. In der ruhigen und klaren,
vom Zufall befreiten Komposition kommt bei hoher technischer Raffinesse die
gegenständlich-symbolische Anspielung eines Briefes in minimalistischer Weise
zum Einsatz, was als Referenz an den jüngeren Paladino verstanden werden will.
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