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Otto Lais
künstlerisches Schaffen konzentriert sich fast ausschließlich auf die 20er
Jahre. 1897 in Wilferdingen geboren, nimmt er 1921 sein Studium an der Badischen
Landeskunstschule in Karlsruhe auf, wo er bereits ab 1926 als Zeichen-Fachlehrer
unterrichtet. Motive und Anregungen für seine atmosphärisch dichten Radierungen
entlehnt er den Randgruppen der Gesellschaft, dem Arbeitermilieu oder dem
kleinbürgerlich-erotischen Milieu des Varietés. Wie viele renommierte
Zeitgenossen, etwa Karl Hubbuch, Otto Dix und Georg Grosz portraitiert Lais das
sich rasch verändernde gesellschaftliche Umfeld der Städte während der „roaring
twenties“ ohne jedoch einen sozialkritischen Ansatz zu verfolgen. Nach Entzug
seiner Lehrerlaubnis 1933 und anschließender Kriegsteilnahme kann er 1945 wieder
in den Schuldienst eintreten.
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