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Als großer
Erneuerer der farbigen Radierung wird Johnny Friedländer, 1912 in Pless in
Oberschlesien geboren, für die Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts gewertet.
Nach Studium an den Kunstakademien Breslau und Dresden emigriert er nach
Frankreich, wo er bis zu seinem Tod 1992 in Paris lebt. Sein unerschöpflicher
Formwille, das erfindungsreiche Spiel mit den bildnerischen Mitteln führt ihn
konsequent zum abstrahierenden Vorgehen. Dingliches gerät in seinen Werken
gänzlich zum Relikt. Er entwickelt immer subtilere graphische Nuancen und
kombiniert auch ungewöhnliche Materialien wie etwa Sand auf Papier, so dass sich
eine collagehafte Wirkung einstellt.
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