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Bedingt
durch seine Amtsenthebung von der Professur an der Dresdner Kunstakademie zu
Beginn der Nazi-Diktatur, zieht sich Otto Dix mit seiner Familie in den Hegau
zurück. Von 1936 bis zu seinem Tod 1969 wohnt und arbeitet er im eigenen Haus in
Hemmenhofen. Während dieser Zeit ist der bis dato hochgehandelte Künstler
genötigt, sogenannte „Brotbilder“ auszuführen, um sein finanzielles Fortbestehen
zu ermöglichen. Hierzu zählen Auftragswerke, vornehmlich Portraits von
bedeutenden Personen aus der Region. Dass das in diesem Fall nicht zutrifft, ist
durch die freundschaftliche Verbundenheit von Hannes Ott, dem damaligen Singener
Oberstadtbaudirektor und Otto Dix belegt. Eine Vorstudie zu diesem Werk befindet
sich ebenfalls in der Sammlung. Dix selbst hat sich zur Thematik der
Bildnismalerei in seinem Werk und in seiner Zeit wie folgt geäußert:
„Portraitmalen wird heute von den Modernen für eine subalterne künstlerische
Beschäftigung gehalten: dabei ist es eine der reizvollsten und schwersten
Arbeiten für den Maler.“
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