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Die
künstlerischen Wurzeln des gebürtigen Singeners Curth Georg Becker fußen ganz
auf der an französischer Moderne orientierten Maltradition, die ihm an der
Düsseldorfer Kunstakademie vermittelt wurde. Dort stand die einzigartige
Farbauffassung des Fauvisten Henri Matisse im Zentrum des Interesses. Beckers
künstlerisches Augenmerk zielt auf seine Werkzeuge Farbe und Form, er versteht
sich als Künstler zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit: „Das Primäre ist
für mich immer das Malen, das von den Sinnen her aufgebaute Arbeiten mit Farben;
Die Form muss so vereinfacht werden, dass sie ohne abzulenken sichtbar wird.“
Werke der 50er Jahre wie dieses Blumenstück stehen im Zeichen einer ganz aus der
Farbe, aus der leuchtenden Rhythmisierung kristallin gebrochener Facetten
herausgetriebenen Bildstruktur. Von 1950 bis zu seinem Tod 1972 ist Becker neben
seinen Aufträgen für großformatige Wand- und Fensterbilder als künstlerischer
Leiter der Singener Kunstausstellungen tätig und damit ein wichtiger Vermittler
der Klassischen Moderne in der Bodenseeregion.
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