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Das
gegenständlich orientierte Werk von Horst Antes, einem der herausragendsten
Künstler des deutschen Südwestens, ist als Gegenposition der zu Anfang der 60er
Jahre in Deutschland vorherrschenden Stilrichtung des Informel und Tachismus zu
verstehen. Schon während seines Studiums an der Karlsruher Kunstakademie
intendiert er als Schüler von HAP Grieshaber die Rückkehr vom Ungegenständlichen
zum Figürlichen. Auf der Suche nach der „Neuen Figur“ erschafft Antes die
sogenannten „Kopffüßler“, mächtige Profilköpfe, die rumpflos auf wuchtigen
Beinen sitzen. Diese Kunstfigur steht als Hieroglyphe für die Erfahrung der
menschlichen Gestalt, in der Reduktion auf den Kopf steigert sich ihre
archetypische Bedeutung als Symbol des Lebens, als Gehäuse, das laut Antes eine
ganze Welt beinhalten kann. Szenische Darstellungen wie im hier vorgestellten
Blatt haben sein Schaffen vor allem in der Graphik von Anfang an begleitet. In
der phantasievollen Begegnung des Kopffüßlers mit dem weiblichen Aktmodell
stehen verschlüsselte Inhalte, Realistisches und Magisches bewusst
nebeneinander. Horst Antes gilt als einer der hervorragendsten Wegbereiter der
Stilrichtungen Neue Figuration und Pop-Art in Deutschland.
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