Max
Ackermann, 1887 in Berlin geboren, zählt zu den frühen Protagonisten der
abstrakten Malerei im deutschen Südwesten. Nach Lehrjahren an den Kunstakademien
in Dresden, München und Stuttgart, entwickelt er ab 1918 seine
ungegenständliche Bildsprache in Anlehnung an musikalische
Kompositionsprinzipien. Spannungsvolle Elemente wie
Hell-Dunkel-Kontraste, kalte und warme Farbakkorde, aktive und passive Elemente,
Fläche und Linienspiel aktivieren den Bildraum wie eine harmonische Melodie.
Mitte der 50er Jahre malt der in Horn und Stuttgart lebende Künstler die
Werkreihe „Überbrückte Kontinente“, die seine metaphysische Bildauffassung
besonders gut veranschaulicht:
„Der
gegenstandsfreien Malerei fällt das Gebiet des Feierlichen, Festlichen,
Hymnischen, ja Sakralen zu. Solche Malerei pocht an die Seele des
Beschauers und lässt stille Ergriffenheit erwachsen.